• Über 40 Jahre lang existierte die DDR und mit ihr wuchs auch ein Unrechtsregime heran. Teil dieses Machtapperates stellte das sog Haftkrankenhaus des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) dar. In dem Gefängniskrankenhaus waren unter anderem angeschossene Flüchtlinge, schwer erkrankte Häftlinge oder Inhaftierte, die in Hungerstreik getreten waren, in Haft. Zwischen dem 21. Mai 1959 und dem 7. Dezember 1989 wurden insgesamt 2.694 Personen in das Haftkrankenhaus eingeliefert, 377 von ihnen mehrfach. Das behandelnde Personal bestand aus Stasi-Mitarbeitern, die eng mit den anderen Abteilungen des Staatssicherheitsdienstes zusammenarbeiteten. Eine ärztliche Schweigepflicht bestand nicht.

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